Vorsicht vor Kosten beim Immobilienerbe

Wem das nötige Geld zum Erwerb der eigenen vier Wände fehlt, ist vielleicht froh darüber, eine Immobilie zu erben – wenn sich nur so der Traum vom Eigenheim erfüllen kann. Doch dieser Traum kann auch teuer werden. Nicht nur kann eine Hypothek auf der Immobilie liegen. Auch Erbschaftssteuer kann eine Belastung sein, wenn der Wert der Immobilie den Steuerfreibetrag übersteigt.

Wenn eine Immobilie vererbt wird, muss dafür grundsätzlich Erbschaftssteuer gezahlt werden. Allerdings gibt es für unterschiedliche Verwandtschaftsgrade auch unterschiedliche Steuerfreibeträge. Übersteigt der Immobilienwert den Steuerfreibetrag nicht und wird die Immobilie selbst genutzt, muss in der Regel keine Erbschaftssteuer gezahlt werden. Auch Ehepartner und Kinder sind von der Steuer befreit, wenn sie die Erbimmobilie mindestens zehn Jahre lang selbst nutzen. Um aber zu wissen, wie viel die Immobilie wert ist und so sie den Steuerfreibetrag übersteigt, muss der Wert von einem Immobilienprofi ermittelt werden.

Wie wird die Erbschaftssteuer berechnet?

Nehmen wir ein Beispiel: Sie haben die Immobilie von Ihrem Onkel geerbt. Als Neffe liegt Ihr Steuerfreibetrag bei 20.000 Euro. Da ein Profi-Makler immer die aktuelle Lage am Immobilienmarkt berücksichtigt, haben Sie von ihm den Wert der Immobilie ermitteln lassen. Sie ist 270.000 Euro wert. Abzüglich Ihres Steuerfreibetrages müssen Sie 250.000 Euro versteuern. Die Erbschaftssteuer liegt für Neffen bei 25 Prozent. Das bedeutet also, dass Sie 62.500 Euro Erbschaftssteuer zahlen müssen.

Gibt es Miterben?

Es kann auch sein, dass Sie nicht der Alleinerbe sind. In diesem Fall sind Sie Teil einer Erbengemeinschaft und müssen das Erbe mit Ihren Miterben teilen. Mit diesen müssen Sie sich dann einigen. Möchten Sie die Immobilie behalten, dann müssen Sie in der Regel Ihre Miterben auszahlen. Nehmen wir an, es gibt zwei weitere Erben, dann steht Ihnen und den beiden anderen jeweils ein Drittel der Immobilie zu. Um zu wissen, wie viel ein Drittel ist, ist es wieder empfehlenswert, die Immobilie von einem Fachmann bewerten zu lassen. Wenn wir bei unserem Beispiel mit der Immobilie für 270.000 Euro bleiben, dann müssen Sie jedem Miterben 90.000 Euro zahlen, damit die Immobilie Ihnen allein gehört.

Achten Sie auf Hypotheken

Auch wenn Sie keine Erbschaftssteuer zahlen müssen, können versteckte Kosten auf Sie zukommen wie eine Hypothek, von der Sie nichts wissen. In diesem Fall erben Sie schließlich mit der Immobilie auch die Schulden bei der Bank. Andererseits könnte es aber auch sein, dass die Immobilie noch nicht abgezahlt ist. Auch in diesem Fall müssen Sie die Restschuld tragen.

Sind Sie sich unsicher, was mit Ihrer Erbimmobilie geschehen soll? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Hier nicht fündig geworden? Dann lesen Sie hier:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Steuern/Steuerarten/Erbschaft_und_Schenkungsteuer/erbschaft_schenkungsteuer.html

https://www.steuerklassen.com/erbschaftssteuer/

https://de.wikipedia.org/wiki/Erbschaftsteuer_in_Deutschland

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © aruba2000/Depositphotos.com

Neuregelung der Maklerprovison

Rechtzeitig zum Eintritt der neuen Maklerprovision haben wir vor Weihnachten unsere hiesigen Kunden und Interessenten im Friebo über die Neuregelung informiert.

Sie haben weitere Fragen zu der Neuregelung?

Dann rufen Sie uns doch an unter 04451 – 1240100

Haus aufwerten mit Photovoltaik-Anlagen

Das noch im vergangenen Jahr beschlossene „Update“ des bereits zwanzig Jahre alten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) senkt die Kosten für Eigenheimbesitzer, die eine Photovoltaik-Anlage betreiben. Aber auch Strom, der von einem Mehrfamilienhaus produziert wird, kann jetzt von ganzen Wohnquartieren genutzt werden und nicht mehr nur von dem Haus, welches den Strom erzeugt.

Solarstrom-Anlagen können Immobilien aufwerten, denn sie wirken direkt auf die Nebenkosten eines Hauses ein. Derzeit gibt es viele Fördermöglichkeiten für solchen Anlagen, die durch Zuschüsse lohnenswert werden.

Vorteile der Photovoltaik-Anlagen nach EEG-Reform

Mit Jahresbeginn trat das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-2021) in Kraft. Immobilienbesitzer, die eine Photovoltaik-Anlagen betreiben, können sich freuen. Wenn ihre Anlage eine Leistung von 30 Kilowattpeak (kWp) nicht übersteigt und sie einen jährlichen solaren Eigenverbrauch von maximal 30 Megawattstunden (MWh) haben, sind sie für den selbstverbrauchten Solarstrom von der EEG-Umlage befreit, das heißt, sie sparen 6,5 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Das trifft auf Eigenheimbesitzer in der Regel zu.  Die sparen von nun an 6,5 Cent pro Kilowattstunde ein. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.000 kWh sind das immerhin rund 195 Euro. Auch Vermieter profitieren von der neuen Regel. Die Kosten für eine Photovoltaik-Anlage amortisieren sich deutlich früher. Experten sehen darin einen wichtigen Schritt, um den Betrieb von Elektroautos und Wärmepumpen mit Solarstrom künftig zu erleichtern.

Für Eigenheimbesitzer, die schon vor vielen Jahren auf Photovoltaik gesetzt haben, enttäuscht die Gesetzesnovelle. Ältere Solaranlagen fallen aus der EEG-Förderung heraus, die Einspeisevergütung ist nicht mehr garantiert.

Vorteile für Eigentümer eines Mehrfamilienhauses

Mieterstrom kann eine Win-Win-Situation für Vermieter und Mieter gleichermaßen sein. Der Vermieter generiert mit der Erzeugung und dem Verkauf von erneuerbarem Strom am Haus zusätzliche Einnahmen. Und für die Mieter sinken die Stromkosten. Auch hier gibt es Neuerungen. Bisher durfte nur das Haus den Strom verbrauchen, welches ihn auch produziert hat. Nun darf der Strom aber auch an umliegende Häuser abgegeben werden. Es sollen also ganze Wohnquartiere und nicht mehr nur das jeweilige Haus vom Mieterstrom profitieren. Experten sprechen hier von der sogenannten Quartierslösung. Dadurch möchte die Bundesregierung die Produktion und Nutzung von Solarenergie durch Mieter ankurbeln und so sollen sich die Stromkapazitäten aus Solaranlagen bis 2030 fast verdoppeln. Zusätzlich soll auch der Mieterstrom von der Gewerbesteuer befreit werden. Dies wurde in einem Entschließungsantrag beschlossen.

Möchten Sie wissen, welche Wertsteigerungen für Ihre Immobilie möglich sind, wenn Sie in Photovoltaikanlagen investieren? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Hier nicht fündig geworden? Dann lesen Sie hier:

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/G/gesetzentwurf-aenderung-erneuerbare-energien-gesetzes-und-weiterer-energierechtlicher-vorschriften.pdf?__blob=publicationFile

https://www.energieagentur.nrw/blogs/erneuerbare/beitraege/fachbeitrag-eeg-2021-die-wichtigsten-aenderungen/

https://www.deutschlandfunk.de/eeg-novelle-2021-was-bringt-die-reform-des-erneuerbare.2897.de.html?dram:article_id=487868

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Lucaz80/Depositphotos.com

 

 

Neues Maklergesetz: Was Sie jetzt wissen müssen

Wenn Sie beim Immobilienverkauf mit einem Makler arbeiten, fällt für diesen eine Provision an. Wer aber zahlt die? Bislang war die Bezahlung des Vermittlers im BGB nicht eindeutig geregelt. Mit Einführung des Maklergesetzes gelten nun bundesweit einheitliche Regeln. Wir sagen Ihnen hier, worauf Sie achten sollten.

1. Kein Flickenteppich mehr: Provisionsteilung ist der neue Standard

Die bisherigen Provisionsregelungen glichen einem Flickenteppich: In Metropolen wie Berlin oder Köln zahlten stets die Käufer die Maklerprovision, in vielen Regionen Nordrhein-Westfalens und in kleineren Städten hingegen auch die Verkäufer. Das Maklergesetz sorgt nun für mehr Klarheit und schafft die Außenprovision für Wohnimmobilien vollständig ab. Das bedeutet, dass in den Regionen, wo bislang allein der Käufer für die Maklerkosten aufkam, nun auch der Verkäufer Provision zahlt – und zwar beide zu gleichen Teilen, also paritätisch und gerecht geteilt. Bei Wohnimmobilien ist als Ausnahme nur noch die so genannte Innenprovision zulässig, bei der der Verkäufer die Maklerkosten vollständig übernehmen darf. Außerdem gilt auch, dass Maklerverträge schriftlich zu fassen sind und die vereinbarten Leistungen darin festgeschrieben werden müssen.

2. Maklerkosten: Höhe der Provision ist an Leistung und Qualität gekoppelt

Und was sagt das Gesetz zur Höhe des Provisionssatzes? Nichts Eindeutiges, denn die Maklerkosten können im Maklervertrag flexibel festgelegt werden und können je nach Leistungsumfang des Maklers variieren. Qualitätsmakler bieten Ihnen ein umfangreiches Leistungsspektrum mit viel Markterfahrung, was dazu beiträgt, dass Ihre Immobilie treffsicher zu einem marktgerechten Preis den Besitzer wechselt. Ihr Verkauf wird von einem Profi-Makler nicht nur bestens vorbereitet, es kommen auch innovative Marketingtechniken zum Einsatz, wie die 360-Grad-Besichtigung, die sich besonders in der Corona-Krise bewährt hat, oder auch die Erstellung eines hochwertigen, aussagekräftigen Exposés. Methoden wie das Home Staging helfen dabei, Immobilien verkaufsfördernd aufzupolieren und höhere Verkaufspreise zu erzielen als vergleichbare Angebote ohne Home Staging. Immobilienexperten kennen sich bestens mit den Bedürfnissen von Verkäufern aus und begleiten Sie vor, während und nach dem Verkauf.

3. Maklerleistungen müssen im Maklervertrag schriftlich geregelt werden

Damit die professionelle Maklerleistung nicht nur ein Versprechen bleibt, werden sämtliche Vereinbarungen jetzt vertraglich in schriftlicher Form festgehalten werden. So behalten Sie als Verkäufer stets den Überblick. Zudem erhalten Sie eine Garantie über die Pflichten des Maklers inklusive der genauen Nennung der Maklerprovision.

4. Gibt es Ausnahmen von den Regelungen des neuen Maklergesetzes?

Neben der bereits erwähnten Möglichkeit, dass der Verkäufer die Courtage auch vollständig selbst übernehmen darf, gibt es noch folgende Ausnahme: Das Maklergesetz gilt nicht beim Verkauf von Gewerbeimmobilien, Baugrundstücken, Logistikräumen und Büroräumen, sondern nur beim Verkauf von Wohnimmobilien an Verbraucher.

5. Warum lohnt es gerade jetzt, einen Immobilienprofi zu beauftragen?

Auch auf der Grundlage des neuen Gesetzes empfehlen wir Ihnen, sich von Immobilienexperten unterstützen lassen. Allein die Einschätzung des Wertes einer Immobilie erfordert viel Erfahrung. Profi-Makler haben stets das Ohr am Markt und nehmen auch lokale Marktschwankungen wahr, die ein Eigentümer, der in seinem Leben vielleicht ein oder zwei Immobilien verkauft, meist nicht erkennen kann. Zudem hat sich in den vergangenen Jahren die Rechtslage immer wieder geändert mit vielen Detailregelungen, die es beim Immobilienverkauf zu beachten gilt. Beispiel Energieangaben zum Gebäude und Energieausweis: Verkäufern, die es versäumen, in ihren Inseraten die notwendigen Angaben auszuweisen, drohen saftige Geldstrafen.

Sie suchen Unterstützung beim Verkauf Ihrer Immobilie? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://ivd.net/fachthemen/provisionsteilung/

https://unternehmen.focus.de/provisionsteilung.html

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/maklerkosten-werden-kuenftig-geteilt-1752916

 

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © AnoushkaToronto/Depositphotos.co

Mit uns ins neue Jahr 2021

Das Jahr 2020 und die damit verbundenen Corona-Pandemie hatte ohne Zweifel einen großen Einfluss auf das gesellschaftliche und geschäftliche Leben. Dennoch ist es uns trotz aller Beschränkungen gelungen, zahlreiche Immobilientransaktionen zur vollsten Zufriedenheit unserer Kunden abzuwickeln. 2021 wollen wir diese Arbeit für Sie mit Energie und Leidenschaft fortsetzen. Dabei unterstützen wir Sie mit unserem Fachwissen und unserer Erfahrung weiterhin beim Verkauf und Kauf Ihrer Immobilie.

Fairness, Loyalität und Aufrichtigkeit sind für uns wichtige Bestandteile einer erfolgreichen Zusammenarbeit.  Profi-Makler und Immobilienverkäufer oder Kaufinteressenten begegnen sich bei uns stets auf Augenhöhe. Unsere Mission liegt darin, alle Beteiligten zufriedenzustellen. Daher nutzen wir unser Fachwissen, damit Verkäufer immer bestens informiert und beraten werden.

Profi-Makler ermitteln den Wert Ihrer Immobilie

Mithilfe unserer lokalen Marktkenntnis und langjährigen Erfahrung sind wir in der Lage, Ihre Immobilie richtig zu bewerten und einen realistischen Kaufpreis zu ermitteln. Außerdem entwickeln wir das ideale Vermarktungskonzept für Ihre Immobilie, basierend auf unserem Fachwissen. Um Ihre Immobilie optimal präsentieren zu können, erstellen wir professionelle Aufnahmen, die Ihre Immobilie sowohl vorteilhaft abbilden als auch einen realistischen Eindruck der räumlichen Verhältnisse für Interessenten vermitteln. Des weiteren besorgen wir alle wichtigen Unterlagen für den Verkauf, wie zum Beispiel den Energieausweis.

Die 360-Grad-Tour und der Kaufvertrag

Um ein aussagekräftiges, auf die Zielgruppe abgestimmtes Exposé erstellen zu können, sammeln wir die dafür notwendigen und richtigen Informationen. Besonders die Erstellung von virtuellen 360-Grad-Touren hat die Besichtigung der zum Verkauf stehenden Immobilien während des letzten Jahres oft erst möglich gemacht. Aber auch ohne Corona-Beschränkungen ermöglichen sie es uns, unnötige Besichtigungstermine zu vermeiden. So können wirkliche Verkaufsinteressenten bereit im Vorfeld von Besichtigungstouristen unterscheiden werden. Wir helfen aber nicht nur bei der Organisation der Besichtigungen, sondern prüfen auch die Zahlungsfähigkeit der Interessenten. Damit gelingt es uns, den perfekten Käufer für Ihre Immobilie zu finden. Auch die Vorbereitungen des Kaufvertrages und der notariellen Beurkundung können Sie getrost uns überlassen. Bei den Verkaufsverhandlungen achten wir stets auf einen fairen Ablauf.

Wir verkaufen nicht nur Immobilien professionell, sondern finden auch die richtigen Immobilien für Kaufinteressenten. Wir möchten sowohl Käufern als auch Verkäufern die optimale Unterstützung zukommen lassen. Vertrauensvolle Immobilienvermittlung ist auch im nächsten Jahr unser größtes Anliegen.

Wir bedanken uns bei Ihnen für die positive Zusammenarbeit 2020 und wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2021!

 

Schönes 2020

https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Baupreise-Immobilienpreisindex/_inhalt.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Immobilie

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/70265/umfrage/haeuserpreisindex-in-deutschland-seit-2000/

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © AndrewLozovyi/Depositphotos.com

 

Die Scheidungsimmobilie und das Zugewinnausgleichs-Dilemma

Wenn zwei Menschen sich scheiden lassen, ist die Stimmung ohnehin schon meistens mies. Sie kann aber noch mieser werden, wenn die Teilung einer gemeinsam bewohnten Immobilie das Paar vor schier unlösbare Herausforderungen stellt. Möchte einer der Ehegatten nach der Scheidung in der Immobilie wohnen bleiben, scheitert das oft daran, dass er seinen geschiedenen Ex-Partner nicht auszahlen kann. Der sogenannte Zugewinnausgleich – eigentlich dafür gedacht, eine faire Gütertrennung nach einer Scheidung zu gewährleisten – führt manchmal sogar erst recht mitten in dieses Dilemma.

Was ist eine Ehe? Auf diese Frage gibt es sicherlich viele zutreffende Antworten, aber aus juristischer Sicht handelt es sich um eine „Zugewinngemeinschaft“. Die Idee dahinter ist die Gütertrennung in der Ehe. Ehepaare haben im Grundsatz kein gemeinsames Eigentum. Jeder Ehegatte ist Alleineigentümer sowohl der Sachen, die er in die Ehe eingebracht hat, als auch des Vermögens, das er während der Ehe erworbenen hat. Im Falle einer Scheidung allerdings wird dieser während der Ehejahre erworbene „Zugewinn“ zu gleichen Teilen auf beide Partner aufgeteilt. Das nennt man dann den „Zugewinnausgleich“. Wie wirkt sich dieser nun in der Praxis aus, wenn eine gemeinsam bewohnte Immobilie geteilt werden muss?

Fall 1: Die mit in die Ehe gebrachte Immobilie

In unserem ersten Fallbeispiel ist ein Ehegatte Alleineigentümer der Immobilie und hat sie bereits vor der Heirat gekauft oder geerbt. Im Prinzip bleibt die Immobilie natürlich auch nach der Scheidung sein Eigentum. Allerdings führt eine eventuelle Wertsteigerung während der Jahre der Ehe dazu, dass dem geschiedenen Ehepartner ein Zugewinnausgleich gezahlt werden muss. Nehmen wir an, die Immobilie war zum Zeitpunkt der Eheschließung 300.000 Euro wert. 25 Jahre später kommt es zur Scheidung und der Wert hat sich auf 600.000 Euro verdoppelt. Aufgrund des Wertzuwachses von 300.000 Euro steht dem geschiedenen Partner ein Zugewinnausgleich von 150.000 Euro zu.

Fall 2: Die während der Ehe geerbte Immobilie

Noch höher fällt der Zugewinnausgleich aus, wenn einer der Ehegatten die Immobilie während der Zeit der Ehe geerbt oder geschenkt bekommen hat. Der gesamte Wert der Immobilie ist dann als Vermögenszuwachs während der Ehe zu betrachten. Bleiben wir also bei unserer Annahme, dass die Immobilie zum Zeitpunkt der Erbschaft 300.000 Euro wert war und jetzt 600.000 Euro wert ist, so bedeutet das bei der Scheidung: Der Eigentümer der Immobilie muss seinem geschiedenen Ehepartner einen Zugewinnausgleich von 300.000 Euro zahlen – 50 Prozent des Gesamtwertes. Kann er diese Summe nicht aufbringen, muss er, so bitter das ist, möglicherweise das Haus verkaufen.

Fall 3: Die gemeinsame Immobilie

Lediglich in unserem dritten Modellfall gibt es keinen Zugewinnausgleich. Dann nämlich, wenn die Immobilie beiden Ehegatten zu gleichen Teilen gehört und beide im Grundbuch als Eigentümer eingetragen sind. Im Falle einer Scheidung wird die Immobilie dann einfach – und das ist oft schwierig genug – paritätisch zwischen beiden Ehepartnern aufgeteilt. Will einer der Partner in der Immobilie wohnen bleiben, muss er dem anderen die Hälfte des Wertes in Form von Geld auszahlen. Bei einem Verkauf erhalten beide die Hälfte des Verkaufserlöses.

Sie sind sich nicht sicher, ob der Hausverkauf nach der Trennung für Sie die beste Lösung ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Hier nicht fündig geworden? Dann lesen Sie hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zugewinn

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Eheschliessungen-Ehescheidungen-Lebenspartnerschaften/_inhalt.html#

https://de.wikipedia.org/wiki/Ehevertrag

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Momentmal/Pixabay.com

 

 

Der Weihnachtsmann verkleinert sich

Es geht auf die Weihnachtszeit zu. Das Jahr nähert sich dem Ende und für den Weihnachtsmann beginnt nun die stressigste Zeit des Jahres. Aber auch so scheint der liebe ältere Herr mit dem Rauschebart 2020 ziemlich beschäftigt gewesen zu sein. Langsam kommt nämlich auch er in das Alter, in dem die Knochen nicht mehr so wollen, wie er es gerne hätte. Ein neues Zuhause musste her.

Lieber Weihnachtsmann, wie war denn Ihr 2020?

Ach, fragen Sie lieber nicht. Ich bin beim Trainieren meiner Rentiere vom Schlitten gefallen. Seitdem zwickt und zwackt es in der Hüfte. Es macht keinen Spaß mehr, die Treppen hinauf in mein kuscheliges Wohnzimmer zu steigen. Also habe ich beschlossen, mir ein kleineres Haus hier am Nordpol zu suchen.

Ach, das ist ja interessant. Haben Sie das allein gemacht?

Eigentlich hatte ich das vor, aber zwischen dem ganzen Wunschzettel lesen, Spielzeug basteln und Rentiere trainieren blieb mir einfach keine Zeit dazu. Außerdem hatte ich keine Lust, dass so viele Menschen mein sorgsam gepflegtes Haus besuchen. Also habe ich den Maklerelf gefragt, ob er mir helfen kann.

Oh, ein Maklerelf? Wie konnte er denn helfen?

Der Maklerelf hat mir sämtliche Arbeiten abgenommen. Erst hat er mein Haus bewertet. Ich hatte keine Ahnung, wie viel so eine Immobilie am Nordpol wert sein kann. Da man aber von mir aus überall hinfliegen kann, war es in einer Top A-Lage. Dann wurden Fotos gemacht und ein Exposé angefertigt. Das gehört wohl alles zur sogenannten Vermarktung. Am Ende fand der Maklerelf drei geeignete Interessenten. Einer entschied sich dann für mein Haus. Das ging alles sehr schnell.

Das klingt ja wirklich toll. Wo wohnen Sie denn jetzt?

Ich habe mich für ein barrierefreies, kleines Haus entschieden. Treppen muss ich nun nicht mehr steigen und den großen Eisblumengarten muss ich auch nicht mehr versorgen. Auch Ärzte und Supermärkte sind gleich um die Ecke. Am Ende war sogar noch so viel Geld übrig, dass ich mir einen bequemen neuen Sitz für meinen Schlitten leisten konnte mit so einem Gurt dran. Aus dem Schlitten fallen kann ich nun nicht mehr. Jetzt kann es also losgehen mit dem Geschenkeverteilen.

Vielen Dank lieber Weihnachtsmann, dass Sie sich die Zeit genommen haben!

Sollten auch Sie auf der Suche nach einer neuen Immobilie sein, dann kontaktieren Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne.

 

Wollen Sie dem Weihnachtsmann weiter in seine Welt folgen? Dann schauen Sie doch mal hier:

https://www.noradsanta.org/

https://www.youtube.com/watch?v=_bSOAxrrq_w

https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/coronavirus–wenn-der-weihnachtsmann-im-homeoffice-arbeitet-9521990.html

 

Foto: © koya979/Depositphotos.com

Facebook, Instagram & Co. für die Immobilienvermarktung?

Im Vergleich zu Online-Immobilienportalen spielen die verschiedenen Social-Media-Kanäle scheinbar nur eine untergeordnete Rolle, wenn es um die Vermarktung von Immobilien geht. Denn wer gezielt eine Immobilie sucht, hält üblicherweise nicht in erster Linie in den sozialen Medien danach Ausschau. Trotzdem steckt in ihnen ein großes Potenzial. Die Frage ist, wie Sie als Immobilienverkäufer dieses Potenzial am besten ausschöpfen können.

Rund 46 Prozent der Deutschen tummeln sich regelmäßig in den sozialen Medien. Früher oder später werden die meisten von ihnen mit Sicherheit auch einmal eine Wohnung suchen. Grund genug für viele Immobilienmakler, nach Wegen zu suchen, wie sich Facebook, Instagram & Co. auch für die Immobilienvermarktung nutzen lassen – zum Teil mit großem Erfolg.

Wer viele Follower hat, kann viel erreichen

Falls Sie selbst – nehmen wir an auf Instagram – regelmäßig aktiv sind und über viele Kontakte verfügen, haben Sie sicher die Erfahrung  gemacht, dass Sie mit Bildern oder Videos, die Sie dort posten, viele Menschen erreichen. Menschen, die beispielsweise am Thema oder der Ästhetik Ihrer Bilder interessiert sind, und dadurch über die sozialen Medien zu Ihnen gefunden haben. So ähnlich läuft das auch mit Immobilien, die über Social-Media-Kanäle präsentiert werden. Entscheidend ist, dass derjenige, der die Angebote postet, in dem jeweiligen sozialen Netzwerk bereits etabliert ist. Im Idealfall hat er nicht einfach nur viele Follower, sondern solche, die konkret am Thema Immobilien interessiert sind. Wollen Sie die Reichweite Ihres Immobilienangebots mit Hilfe der sozialen Medien erhöhen? Dann suchen Sie sich am besten einen Profi-Makler aus Ihrer Region, der in diesem Bereich besonders aktiv ist, und vertrauen Sie ihm die Vermarktung Ihrer Immobilie an.

Immobilienmakler als Social Media Influencer

Auch in den sozialen Medien sind Makler die Profis für Immobilienvermarktung. Hinter dem Erfolg steckt, genau wie im „richtigen Leben“, auch hier eine Menge Arbeit. Nur, wer regelmäßig neue Beiträge erstellt, kann Follower gewinnen und auch halten. Dabei genügt es nicht, lediglich Immobilienanzeigen und Exposés zu verbreiten, die sich Interessenten ebenso gut auf einem Immobilienportal ansehen könnten. Ein Makler, der diesen Weg verfolgt, braucht eine geeignete Taktik, um das Interesse seiner Abonnenten wachzuhalten. Oft ist es ein Mix aus authentischen, persönlichen Posts, Infos aus der Immobilienbranche, ansprechenden Fotos – sowohl von Immobilienangeboten als auch aus privaten Lebensbereichen –, vielleicht auch Ankündigungen von Veranstaltungen. Logischerweise wird es unter den Followern des Maklers mit höherer Wahrscheinlichkeit Interessenten für Ihre Immobilie geben als etwa unter den Abonnenten eines Lifestyle- oder Gaming-Channels. Darauf beruht der Vorsprung des Immobilienprofis. Und deshalb ist es weitaus weniger aussichtsreich, wenn Sie versuchen, Ihr Immobilienangebot über Ihr privates Netzwerk in den sozialen Medien zu verbreiten. Ist dann ein Interessent über das Netzwerk des Maklers auf Ihre Immobilie aufmerksam geworden, kommen zusätzlich noch die gute Marktkenntnis und das Verhandlungsgeschick des Maklers ins Spiel, die dazu führen, dass Ihre Immobilie nicht nur von vielen Betrachtern im Internet bewundert, sondern letztlich auch erfolgreich verkauft wird.

Sie möchten Ihre Immobilie gezielt über die sozialen Medien vermarkten? Kontaktieren Sie uns!
Wir helfen Ihnen gerne dabei.

 

Sie benötigen weitere Informationen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media

https://de.statista.com/themen/1842/soziale-netzwerke/

 

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © bloomua/Depositphotos.com

 

Insgesamt stabile Immobilienpreise trotz Corona

Wie sich der Immobilienmarkt nach der Corona-Krise entwickeln wird, wird von Marktexperten kontrovers diskutiert. Während einige Volkswirte erhebliche Preissenkungen erwarten, lässt die bisherige Entwicklung am Immobilienmarkt keine Rückschlüsse auf einen Nachfragerückgang zu. Für die meisten Wohnimmobilien-Typen stiegen auch im 3. Quartal 2020 die Preise leicht an, auch wenn die Steigerung gegenüber dem 2. Quartal etwas an Dynamik verloren hat.

Trotz der Corona-Krise konnte im ersten Halbjahr 2020 sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Ein- und Mehrfamilienhäusern deutschlandweit ein deutlicher Preisanstieg registriert werden. Der Wohn-Index des Forschungsunternehmens F+B zeigte im Vergleich zum zweiten Quartal 2019 einen durchschnittlichen Zuwachs von nahezu 6 Prozent. Für den Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser gab es im Jahresvergleich sogar ein Plus von 9 Prozent. Unklar ist, ob dieser auffällig starke Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern auf einen Corona-Effekt zurückgeht, etwa weil Familien während und nach dem ersten Lockdown im Frühling dieses Jahres verstärkt nach mehr Platz und Häusern mit Gärten suchten und dadurch temporär eine erhöhte Nachfrage entstand.

Preiswachstum setzt sich im 3. Quartal mit etwas geringerer Dynamik fort

Auch für das 3. Quartal 2020 verzeichnet der Immobilienindex IMX weitere, wenn auch insgesamt geringer ausfallende Preissteigerungen. Aufgefächert in die vier Bereiche Eigentumshäuser im Bestand und Eigentumshäuser im Neubau sowie Eigentumswohnungen im Bestand und Eigentumswohnungen im Neubau, wurde bei den Eigentumswohnungen im Bestand mit 2,4 Prozent gegenüber dem 2. Quartal der stärkste Anstieg registriert. Bei den Neubauimmobilien fielen die Preissteigerungen insgesamt geringer aus, wobei es zum Beispiel im preisintensiven Münchener Immobilienmarkt in diesem Bereich zu einem Rückgang um 1,5 Prozent kam. Auch bei den Einfamilienhäusern im Bestand ergab sich ein gemischtes Bild, hier fielen die Preise insbesondere in den Metropolen Berlin (minus 0,9 Prozent), München (minus 3,8 Prozent) und Frankfurt am Main (minus 4,1 Prozent), was jedoch möglicherweise lediglich als Ausgleichseffekt des besonders starken Anstiegs im 2. Quartal erklärt werden kann.

Bisher keine Corona-Auswirkungen auf Immobilienpreise erkennbar

Insgesamt betrachtet zeigt sich der deutsche Immobilienmarkt bisher weiterhin unbeeindruckt von der Corona-Krise. Ob sich die stabile Entwicklung auch im 4. Quartal 2020 und darüber fortsetzt, bleibt abzuwarten. Der Immobilienboom in Deutschland hält nun schon gut zehn Jahre an – eine Korrektur käme also nicht unerwartet. Vieles hängt selbstverständlich vom weiteren Verlauf der Corona-Krise ab. Derzeit ist nicht auszuschließen, dass es diesen Winter zu erneuten Konjunktureinbrüchen kommt, verbunden mit steigender Arbeitslosigkeit und sinkenden Einkommen. Volkswirte weisen darauf hin, dass die Auswirkungen einer allgemeinen Krise auf den Immobilienmarkt immer erst zeitlich versetzt erfolgen. Preiseinbrüche sind also immer noch möglich. Bisher deutet allerdings nichts darauf hin. Auch sind mit niedrigen Zinsen, die Immobilienfinanzierungen günstig machen, nach wie vor gute Rahmenbedingungen für eine hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien gegeben.

 

Möchten Sie wissen, wie viel Ihre Immobilie aktuell wert ist? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Nicht fündig geworden:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/immobilienpreise-corona-101.html

https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Baupreise-Immobilienpreisindex/_inhalt.html

https://www.deutschlandinzahlen.de/tab/deutschland/finanzen/preise/immobilienpreisindex

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © malpetr/Depositphotos.com

1 2 3 12